„China regiert die Tibeter mit eiserner Faust“ – zweiter Teil

1 12 2008
www.phayul.com, 10. November 2008
China regiert die Tibeter mit eiserner Faust

-

Wir senden hier den zweiten Teil einer nicht-autorisierten Übersetzung eines
der seltenen Berichte dieser Tage eines Journalisten aus Lhasa, der in The 
Weekend Australian erschien und von Phayul übernommen wurde:

Es gibt Anzeichen dafür, daß einige chinesische Offizielle ihren Fehler
erkennen, sich in der Vergangenheit zu sehr auf den Aufbau der Infrastruktur
und nicht auf die Tibeter selbst konzentriert zu haben. „Das Bildungswesen
in Tibet ist noch immer nicht zufriedenstellend“, sagte Wang Jinjun,
stellvertretender Direktor des Informationsbüros des Staatsrates. „Wir
werden uns nun mehr mit den Hirten und Bauern befassen müssen.“

An der wirtschaftlichen Notlage der Tibeter hat sich auf den Volksaufstand
vom Frühling dieses Jahres hin nichts geändert, aber den Tourismus in Tibet
hätte er fast zum Erliegen gebracht. Geschäfte und Cafés sind leer, und es
ist kaum ein ausländischer Tourist in der Stadt zu sehen.

„Die Tibeter haben sich dies nur selbst zuzuschreiben“, sagte Wang De Wen
vom tibetischen Volkskongreß, „weil so viele von ihnen bei den Krawallen
mitgemacht haben, bei denen 1317 Menschen festgenommen wurden.“

„Diese Tumulte wurden von den Tibet-Separatisten organisiert, an deren
Spitze der Dalai Lama und seine Anhänger stehen, die den großen Sprung
vorwärts in der Entwicklung Tibets nicht wahrhaben wollen. Sie haben die
Gewaltausbrüche angezettelt, die ganze mutwillige Zerstörung, die Plünderei
und das Anzünden von Geschäften“, sagte er. „Diese Ausschreitungen haben der
Wirtschaft einen verheerenden Schaden zugefügt, der seit sich März auf 320
Millionen Yuan (70 Millionen $) beläuft.“

Der stellv. Generalsekretär des tibetischen Volkskongresses, Tonga, wollte
sich nicht zu den nach den Unruhen verhafteten Personen äußern, behauptete
aber, die meisten der Tibeter, die in die Ausschreitungen involviert waren,
bereuten nun ihre Taten. „Nach unserer Erziehungsmaßnahme bereuen die
meisten von ihnen, was sie getan haben.“ Auf die weitere Frage hin, was das
zu bedeuten habe, erwiderte er: „Ein maßgeblicher Regierungsbeamter
unterrichtete sie darüber, was richtig und was falsch ist“.

Tibetische Beamte, mit denen wir sprachen, wiesen alle Behauptungen zurück,
daß die Religionsfreiheit der Tibeter extrem eingeschränkt sei. Der Leiter
des Büros für religiöse Angelegenheiten der Autonomen Region Tibet (TAR),
Kalsang, leugnete die im Westen weithin verbreitete Ansicht, tibetische
Mönche müßten als Teil des „Erziehungsprogramms“ in den Klöstern Seine
Heiligkeit den Dalai Lama schmähen.

Ihm widersprach teilweise einige Tage später Wang Jinjun, der zugab, daß
Mönchen in Tibet in „Informations-Programmen über Gesetzeskunde“ beigebracht
werde, Religion und Politik nicht miteinander zu vermischen.

Der erstaunlichste Aspekt bei den Zusammentreffen mit den chinesischen
Beamten war das Ausmaß ihrer Feindseligkeit gegenüber dem Dalai Lama, der,
zusammen mit der tibetischen Regierung-im-Exil beschuldigt wird, den
Aufstand geschürt und die tibetische Sache im Westen zu einer cause celebre
gemacht zu haben.

Die chinesische Regierung betrachtet die ständig wiederholten Beteuerungen
des Dalai Lama, daß er nur größere Autonomie für Tibet innerhalb Chinas,
nicht aber die Unabhängigkeit anstrebe, als nicht der Wahrheit entsprechend.

Als ich frage, ob die Probleme Chinas in Tibet geringer würden, wenn Tibet
mehr Autonomie zugestanden würde, während China gleichzeitig die nationale
Kontrolle über die Region beibehalten würde, machte Wang Jinjun eine
ablehnende Geste und sagte, so etwas würde Tibet in den Status des
Feudalismus zurücksinken lassen. „Tibet darf nie wieder in den Zustand einer
rückständigen Gesellschaft unter theokratischer Herrschaft zurückfallen“,
sagte er.

Von der menschlichem Dimension dieses verfahrenen Problems kann man bei
einem Spaziergang durch Lhasa einen Eindruck gewinnen, wo ich an meinem
letzten Tag eine Gruppe Tibeterinnen beobachtete, die ihre Babies auf den
Rücken gebunden hatten und schwatzen und lachten – unter den wachsamen Augen
eines Scharfschützen auf einem Dach!(Cameron Stewart, The Weekend
Australian), Fortsetzung folgt.

Der gesamte Bericht steht auf unserer Website unter:
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/ctc/2008/TheWeekendAustralian.html

Übersetzung: Melanie Pelka, Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching
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Tibetischer Mönch untergetaucht, nachdem er ein freimütiges Interview über seine Folterung und Mißhandlung gab

18 10 2008

das kam eben per email rein…

Free Tibet Campaign (FTC)
28 Charles Square, London N1 6HT, Tel. +44 (0)20 7324 4605, Fax +44 (0)20
7324 4606, www.freetibet.org, e-mail: mail(@)freetibet.org
8. Oktober 2008

Tibetischer Mönch untergetaucht, nachdem er ein freimütiges Interview über seine Folterung und Mißhandlung gab

FTC erfuhr, daß ein tibetischer Mönch, der am 12. September mit ausländischen Journalisten gesprochen und einen sehr ausführlichen Erlebnisbericht darüber, wie er gefoltert wurde, in YouTube (1) gestellt hatte, sich nun verstecken muß, da ihm die unmittelbare Verhaftung drohte. Hier folgt ein Auszug aus seinem Zeugnis.

„Ich wurde zwei Tage lang fortwährend geschlagen, und bekam dabei nichts zu essen und keinen Tropfen Wasser zu trinken… das zweite Mal lag ich sechs Tage lang bewußtlos im Krankenhaus, ich konnte meinen Mund nicht öffnen und kein Wort herausbringen… sie logen meine Angehörigen an und sagten, ich sei nicht geschlagen worden… sie zwangen mich, meinen Daumenabdruck unter ein Dokument zu setzen, in dem stand, daß ich nicht gefoltert wurde“.

„Die Mönche, die mit den Reportern (2) sprachen, wurden mit Knüppeln geschlagen, so daß einige Beinbrüche davontrugen. Einige wurden mit elektrischen Schlagstöcken auf den Kopf geschlagen und man steckte sie ihnen in den Mund. Durch die heftigen Stromstöße wurde ihr Gehirn in Mitleidenschaft gezogen und manche sind nun geistig behindert, ja, sie sind verrückt geworden. Unsere einzige Hoffnung ist, daß die internationalen Medien und die Vertreter der Vereinten Nationen nach Tibet kommen, um die wirkliche Lage zu untersuchen“.

Auf die Veröffentlichung des Interviews mit AP am 14. September hin (3) und die Einstellung des Video-Berichts bei YouTube im September starteten chinesische Beamte vom Staatssicherheitsbüro (SSB) von Gannan und vom Büro für Öffentliche Sicherheit (PSB) in Amdo (chin. Gansu) eine Großfahndung (4) nach dem Mönch, wie aus einer zuverlässigen Quelle verlautet. Der Mönch, Jigme Gyatso, 42, aus dem Kloster Labrang in der traditionell von Tibetern bewohnten Region Amdo (chin. Gansu) gab in dem Video bei YouTube einen sehr ausführlichen, ins Einzelne gehenden Bericht darüber, was er erlebt hatte. Inzwischen erschien eine englische Übersetzung auf dem Blog der tibetischen Dichterin Woeser.

Jigme beschreibt nicht nur seine eigene Verhaftung, sondern auch, wie  Tibeter im allgemeinen wahllos und willkürlich festgenommen werden.

„Es wird gar kein Unterschied gemacht, was jemand getan hat oder wie alt er ist… Novizen von 14 oder 15 Jahren und alte Mönche von 60 oder 70 Jahren wurden festgenommen. Es wurde überhaupt nicht unterschieden, ob sie protestiert hatten oder nicht“.

Bei der Schilderung seiner eigenen Erlebnisse und der eines anderen Mönches macht er deutlich, wie unmenschlich die chinesischen Soldaten und Polizisten die inhaftierten Tibeter behandeln, ohne daß sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden.

„Ein junger Soldat richtete sein Maschinengewehr auf mich und sagte auf Chinesisch: Das ist dazu da, um Dich ‚Ahlos’ (ein Schimpfwort, mit dem Chinesen die Tibeter anzureden pflegen) zu töten. Wenn Du nur einen Schritt tust, werde ich Dich mit diesem Gewehr erschießen. Und Deine Leiche werfe ich auf den Müll und keiner wird je davon erfahren“.

„Unsere Rücken waren nackt und wir waren barfuß. Sie fesselten zwei Mönche zusammen und warfen sie in ein Fahrzeug und fuhren dann mit ihnen weg. Die Mönche wurden wie Holzstämme in das Fahrzeug geschmissen. Es war ganz egal, ob einige Kopfverletzungen hatten oder andere gebrochene Arme. Der einzige Grund, warum wir so schrecklich geschlagen wurden, ist, daß wir Tibeter sind.“

Jigme fährt mit seiner Schilderung fort, wie unmenschlich die Beamten die Tibeter behandelten, ohne sich um irgendwelche gesetzliche Schutzvorschriften oder Bestimmungen der Verfassung zu kümmern.

Über den Soldaten, der ihm das Gewehr an den Kopf hielt, sagte Jigme: „Ich war nicht so erschrocken wegen der auf meinen Kopf gerichteten Waffe,
sondern weil ich dachte, daß dieser Mann nicht nur ein Soldat oder ein Sicherheitspolizist ist, sondern auch ein Vollzugsbeamter“.

Jigme verweist auf die Diskrepanzen zwischen dem theoretischen Schutz, der den Tibetern laut der Verfassung zusteht, und der Realität, daß nämlich diese Schutzbestimmungen in der Praxis nicht zur Anwendung kommen oder ganz einfach mit Mißachtung gestraft werden.

„Als wir fragten, warum sie uns so schlagen, antworteten sie: ‚Ihr  versteht doch gar kein Chinesisch, Ihr wollt uns wohl zum Narren halten’. Meine Frage ist: In der Verfassung der VR China steht doch, daß in den Wohngebieten der verschiedenen Nationalitäten die Sprache der jeweiligen Volksgruppe gebraucht werden muß. Wie kommt es dann, daß in den tibetischen Gegenden die tibetische Sprache nicht verwendet wird, und die Tibeter nicht nur verbal geschmäht werden, indem man sie als ‚Tiere’ und ‚Dummköpfe’ bezeichnet, sondern auch körperlich mißhandelt, nur weil sie
kein Chinesisch verstehen“.

Jigmes Schilderung der Art und Weise, wie er geschlagen, gefoltert und  willkürlich festgenommen wurde, und wie die Tibeter nur wegen ihrer Volkszugehörigkeit verfolgt werden, deckt sich vollkommen mit den Aussagen anderer Mönche und Nonnen, so wie sie von FTC und anderen Menschenrechtsgruppen berichtet werden.

Anmerkungen:
—————————————-
(1) Video bei YouTube in zwei Teilen:

Der YouTube Ausschnitt ist aus einem Video-Interview, das Jigme Voice of America (VOA) gab. Es ist auf Tibetisch, doch eine englische Übersetzung von Jigmes Aussagen erschien nun auf dem Blog der bekannten tibetischen Schriftstellerin Woeser: http://woeser.middle-way.net/2008/09/blog-post_7346.html [die deutsche Übersetzung folgt später].

(2) Siehe: „Die Mönche von Labrang machen vor ausländischen Journalisten ihrer Verzweiflung Luft“
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2008/MoencheLabrang_9.4.html

„Wir Tibeter, besonders die Älteren, sind wie die untergehende Sonne über einem Berggipfel!“
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Phayul/2008/MoencheLabrang_Aussagen.html

(3) Der AP-Artikel des Telefon-Interviews mit Jigme steht zur Verfügung unter:
http://ap.google.com/article/ALeqM5giC5O5VbQ0i1kfspRBW4diuGgdWQD936IQ701

(4) Die Quelle berichtete FTC, daß Jigme am Tag, nachdem er mit AP gesprochen hatte, in seinem Zimmer im Kloster Labrang war und plötzlich heftiges Klopfen an seiner Tür vernahm. Aus Angst verhaftet zu werden, kletterte er aufs Dach und floh. 15 Sicherheitskräfte, manche davon in Polizeiuniform, seien dann in das Zimmer eingedrungen. Sie waren vom SSB der TAP Gannan und vom SPB der Provinz Gansu. Sie durchsuchten das Zimmer eingehend, aber fanden nichts. In dieser Nacht seien mehrere Polizeifahrzeuge im Kloster Labrang gesehen worden, und am 19. September hätte die Polizei die anderen Mönche verhört und Auskunft über den Aufenthaltsort von Jigme verlangt. Am 20. September wurden seine Eltern zur Rede gestellt. Der Familie wurde angedroht, falls sie nicht bekanntgäbe, wo er sich befinde und man ihn später fände, würde seine Strafe viel härter ausfallen. Die Familie lieferte der Polizei jedoch
keine Information.

Die Videos sowie der Text sind auch unter folgendem Link aufrufbar: http://www.china-observer.de/081017-182257.html

Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Adelheid Dönges,
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Chinesische Sicherheitskräfte schießen auf Mönche des Klosters Dzogchen in Derge

22 07 2008

das kam eben per email rein…

Zuverlässigen Quellen zufolge sind bei einer Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskräften und Mönchen des Klosters Dzogchen im Bezirk Derge (chin. Dege), Tibetisch-Autonome Präfektur (TAP) Kardze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan, eine ganze Reihe von Mönchen verletzt worden.

Militäreinheiten, die seit dem 10. März 2008 im Kloster Dzogchen Quartier bezogen hatten, waren zum Zeitvertreib in den nahegelegenen Wäldern auf Jagd gegangen. Rücksichtslos jagten sie das Wild in einem Gebiet, das den tibetischen Nomaden aus Beyul Demo Jong (oder Dzogchen Rudham Lung) als eine heilige Stätte gilt. Die Soldaten verkleideten sich sogar als Tibeter, um kein Aufsehen zu erregen.

Da ein solches Verhalten sowohl den Gepflogenheiten und der Ethik der Tibeter widerspricht als auch eine Übertretung der örtlichen Gesetze darstellt, versuchte ein ortsansässiger Lama aus Rudham Lung, der sich gerade in Klausur befand, die Soldaten von der Jagd abzuhalten. Statt auf seine Mahnung zu hören, schlugen sie so brutal auf ihn ein, daß er beinahe gestorben wäre. Als die Mönche des Klosters Dzogchen von diesem Zwischenfall erfuhren, reichten sie am 18. Juli eine Beschwerde bei der Gemeindeverwaltung ein. Die Offiziellen wiesen diese jedoch zurück und stießen statt dessen Drohungen gegen sie aus. Bei dem darauf folgenden Tumult begannen die chinesischen Offiziellen auf die Mönche zu schießen, wobei viele von ihnen verletzt wurden, darunter auch Thromtha Khenpo Tsering Sangpo, derzeitiger Lopon (Lehrmeister oder Acharya) des Klosters. Viele der Mönche trugen Knochenbrüche davon. Es ist noch nicht bekannt, ob es bei dem Zwischenfall Todesopfer gegeben hat. Durch die Intervention von Kyabje Pema Kelsang und weiteren Lamas des Klosters kehrte schließlich wieder Ruhe ein. Dennoch bleibt die Situation aufgrund der Verstärkung der chinesischen Sicherheitskräfte angespannt. Das Kloster zählt rund 200 Mönche in seinen beiden Niederlassungen.

Den Mönchen und Nonnen der Klöster Trehor Chokri, Ngango und Kharser, alle im Bezirk Drango (chin. Luhuo) in der Tibetisch-Autonomen Präfektur (TAP) Kardze (chin. Ganzi), die auf eine Reihe von friedlichen Protestaktionen hin unter dem Druck der darauf durchgeführten „Patriotischen Erziehungs-Kampagne“ ihre
Klöster verließen, wurde nun von den örtlichen Behörden befohlen, in ihre jeweiligen Klöster zurückzukehren. Außer ein paar Klosterverwaltern und einigen älteren Mönchen sind diese Klöster vollkommen leer. Die Behörden bestellten nun alle höherrangigen Mönche und Verwaltungsräte der Klöster ein und beauftragten sie, dafür zu sorgen, daß die Mönche und Nonnen in ihre jeweiligen Klöster zurückkehren; anderenfalls hätten sie mit einer Bestrafung zu rechnen. In der Verlautbarung, die die Behörden kürzlich veröffentlicht haben, wurden sie zudem aufgefordert, für das Verhalten der Mönche und Nonnen in ihrer Obhut zu garantieren.

Bereits am 26. Juni veranstalteten die Mönche des Klosters Trewo Pal Ngagyur Khedrup Norsang Ling im Bezirk Drango (chin. Luhuo) eine friedliche Demonstration in der Gemeinde Dadho und verteilten dabei Flugblätter, auf denen sie ein unabhängiges Tibet forderten und Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama ein langes Leben wünschten. Sie riefen außerdem Slogans. Die Mönche wurden identifiziert als Khepa, Thinlay Dorje, Rinchen Dorje und Gonpo. Es gelang ihnen, zu flüchten, und es wird vermutet, daß sie sich in den nahegelegenen Bergen versteckt halten und den Behörden noch nicht in die Hände gefallen sind.

Angesichts der kritischen Situation in Tibet appellieren wir an die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft, sich dringend unserer folgenden
Forderungen anzunehmen:

1) unverzüglich unabhängige Untersuchungskommissionen nach Tibet zu entsenden;
2) unverzüglich der freien Presse Zugang zu ganz Tibet zu gewähren;
3) unverzüglich dem brutalen Morden in ganz Tibet ein Ende zu setzen;
4) unverzüglich für die sofortige Freilassung aller festgenommenen und verhafteten Tibeter zu sorgen;
5) unverzüglich die medizinische Versorgung der verletzten Tibeter zu ermöglichen;
6) die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit der Menschen und ihren Zugang zu lebensnotwendigen Gütern sicherzustellen.

Übersetzung: Melanie Pelka, Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching

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Neue EU-Verfassung

17 07 2008

Was steht eigentlich in der neuen EU-Verfassung?

Wird dadurch das Deutsche Grundgesetz außer Kraft gesetzt?

Der MdB Nitzsche nannte es ein „Ermächtigungsgesetz“…

Google findet dazu das hier, Link: www.google.de





11.10.2008 Groß-Demo in Berlin – Freedom Not Fear 2008

24 06 2008

das kam eben per email rein!

kurz vorab… ich bin dabei!

Aufruf!

Freedom Not Fear 2008 – Groß-Demonstration in Berlin
Samstag, 11.10.2008 von 12:00 bis max. 20:00 Uhr

Aufruf!

Petition unterschreiben! Zeichnungsfrist läuft am 1.07 aus.

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Unter:
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/BKA-Petition findest Du alle notwendigen Infos rund um die Petition.

Unter:
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freiheit_statt_Angst_2008 infos rund um den Aktionstag vom 31.05

Unter:
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freedom_Not_Fear_2008/Berlin_de baut sich gerade die Demo auf…. (Projektseiten)

Freedom Not Fear 2008 – Groß-Demonstration in Berlin
Samstag, 11.10.2008 von 12:00 bis max. 20:00 Uhr

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Der AK Vorrat hat sich mit der größten je eingereichten Verfassungsklage, diversen friedlichen Großdemos und dem bundesweiten Aktionstages anlässlich des 59.ten Geburtstags unserer Grundrechte am 31.05 in 34 Städten Bundesweit einen Namen gemacht.

http://www.vorratsdatenspeicherung.de/
http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Freiheit_statt_Angst_2008/%C3%9Cbersicht_der_bundesweiten_Demonstrationen

Genauso wichtig ist nun aber die eingereichte Petition gegen das geplante BKA-Gesetz, das schon jetzt in Bezug auf „Online-Durchsuchung“ Begehrlichkeiten z.B. des Bayrischen Innenministeriums weckt und hier ausgeweitet werden soll. (Petitionen können, mit Hilfe des Schottischen Parlaments, auch online eingereicht werden..)

Inzwischen drängt sich der Vergleich zum amerikanischen NSA bzw. der Heimatschutzbehörde und dem Patriot-Act, aber auch der unheilvollen deutschen Vergangenheit in 2 deutschen Unrechtsstaaten auf.

Nicht zuletzt soll es tiefe Eingriffe in das Ärztliche und Anwaltliche Schutzverhältnis geben, indem das Auskunftsverweigerungsrechts ausgehöhlt wird. Augenscheinlich geht es „nur“ um Terroristen. Innerhalb der Kabinettsbeschlüsse ist aber insbesondere von schweren Straftaten die Rede, dessen Definition keineswegs festgeschrieben ist.Ich sehe „uns“ in der Pflicht, das geplante Gesetz zu verhindern.

http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/BKA-Petition
http://itc3.napier.ac.uk/e-petition/bundestag/view_petition.asp?PetitionID=687
(Aktuell über 9.480 Mitzeichner, Zeichnungsfrist läuft am 1.07 aus.)

Mit internetten Grüßen, Hans Cousto

petition mitzeichnen & weitersagen!

Dr. Motte fragt: „Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel, haben Sie Verfassungsfeinde in der Regierung, welche die Demokratie gefärden?“





Bürgerinitiative verhindert den Neubau der FH Würzburg

18 06 2008

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das kam eben per email rein…

Liebe Würzburger,

Anfang September letzten Jahres gab es gute Neuigkeiten für die Fakultäten Gestaltung und Informatik der Fachhochschule Würzburg: Nach langer Wartezeit wurden endlich die finanziellen Mittel für den Neubau am Sanderheinrichsleitenweg frei gegeben, der die Studenten eben genannter Fakultäten beherbergen wird. Seit Anfang diesen Jahres gibt es wieder Grund für Betrübnis: Die „Bürgerinitiative Alandsgrund“ versucht mit aller Kraft den dringend benötigten Neubau zu verhindern. Was zunächst wie ein schlechter Scherz klang hat inzwischen genug Stimmen gesammelt, dass es am 27. Juli zu einem Bürgerentscheid kommen wird, in dem die Einwohner Würzburgs ihre Meinung zum geplanten Projekt einbringen dürfen.

Wir, die Studenten der Fakultät Gestaltung, wünschen uns endlich ein Zuhause für unsere Fakultät, die seit Jahren in Notunterkünften untergebracht ist. Verärgert müssen wir zusehen, wie die „Bürgerinitiative Alandsgrund“ mit Schlagworten für Ihre Sache wirbt und dabei ungenau mit den Tatsachen umgeht. Denn gebaut wird nicht auf dem Alandsgrund sondern auf einem Acker, der gerade einmal in Sichtweite zum Naturschutzgebiet liegt. Als Ausgleich für die bebaute Fläche werden knapp 20.000 m² Biotope und Grünflächen neu angelegt.

Der Neubau schafft der Fakultät Gestaltung endlich die notwendigen Begegnungsstätte, die uns seit dem Auszug aus dem Gebäude an der Sieboldshöhe fehlt. Allein die Fakultät Gestaltung ist seitdem auf sieben Standorte in der Innenstadt und Sanderau verteilt. Abgesehen vom Gebäude in der Münzstraße enthalten diese Räumlichkeiten jeweils nicht mehr als zwei Seminarräume, die zum größten Teil in einem heruntergekommenen Zustand sind. Durch den Neubau können wir endlich diese Raumsituation aufgeben und in ein Gebäude zusammen ziehen. Dadurch würden die Standorte der Fachhochschule nicht weiter verteilt sondern auf weniger Orte konzentriert, wir hätten endlich eine Möglichkeit unseren Kommilitonen im Semester zu begegnen und müssten nicht mehr mit fehlender Belüftung, schlechter Akustik und überlaufenden Toiletten kämpfen.

Doch es steht noch mehr auf dem Spiel. Durch die Verkürzung des gymnasialen Schulwegs auf acht Jahre werden 2011 zwei Jahrgänge gleichzeitig ihren Abschluss machen und somit die doppelte Anzahl an Studienbewerbern hervorbringen. Um eine gleichberechtigte Ausbildung zu ermöglichen wurden die bayrischen Hochschulen und Fachhochschulen verpflichtet doppelt so viele Studenten aufzunehmen. Die aktuelle Raumsituation der Fachhochschule, gerade im Gebäude in der Münzstraße, bietet zur Zeit nicht mal der aktuellen Studentenzahl genügend Raum um ohne Komplikationen zu studieren. Darunter haben vor allem die Studenten der Fakultät Informatik zu leiden: Ihre regulären Vorlesungszeiten reichen von 8.15 Uhr bis 20.15 Uhr – ohne Mittagspause, da die vorhandenen Räume zu jeder Zeit genutzt werden müssen um den Lehrplan zu erfüllen. Um den Doppeljahrgang Abiturienten, der bereits in drei Jahren eintreffen wird, aufnehmen zu können gibt es eine Raumplanung, in der der Neubau am Sanderheinrichsleitenweg ein elementarer Bestandteil ist. Erfolgt der Spatenstich für den Neubau nicht im Herbst dieses Jahres, kann die Fachhochschule die notwendigen Kapazitäten für die erhöhten Studentenzahlen in Würzburg bis 2011 nicht zur Verfügung stellen. Jede Vorstellung in einem Hau-Ruck Verfahren einen anderen Plan zu erstellen sind utopisch wenn man bedenkt, dass bis zur endgültigen Bestätigung der aktuellen Planungen Jahrzehnte vergangen sind.

Gerade die von der Bürgerinitiative genannte Alternative, das angeblich noch 2008 frei werdende Areal der Leighton Barracs als Basis für eine Erweiterung der Fachhochschule zu verwenden, kann keine Lösung sein. Genau die Prüfung dieser Alternative war es, die die Entscheidung des Ministeriums für den Neubau hinaus gezögert hatte. Als Ergebnis der Untersuchungen fasst Wissenschaftminister Thomas Goppel zusammen, dass eine Erweiterung an diesem Ort „frühestens in acht Jahren realistisch“ sei. Denn entgegen der Fläche am Sanderheinrichsleitenweg, für den der Bebauungsplan mit allen notwendigen Vorbereitungen bereits abgeschlossen ist, gehört das Land, auf dem die Leighton Barracs liegen, noch immer den Vereinigten Staaten von Amerika, eine Übergabe an dem deutschen Staat ist für den Herbst dieses Jahres gerade einmal geplant. Eine Klärung ob und wann die in Frage kommenden Flächen von der Stadt überhaupt benutzt werden können steht noch aus. Solange allein diese grundlegenste aller Unsicherheiten noch besteht kann man nicht davon reden, man habe in dem Areal eine Alternative zu den bestehenden Plänen.

Offensichtlich verärgert über die wiederholten Schwierigkeiten, die Bürger dem Staat beim Ausbau des Wissenschaftsstandortes Würzburg bereiten, hat Goppel inzwischen anmerken lassen, dass man nicht weitere Gelder in den Ausbau des Hochschulstandorts Würzburg investieren will falls die Neubaupläne in letzter Sekunde wieder von den Bürgern verhindert werden sollten. Statt dessen erwägt man die Millionenbeträge, die den Neubau komplett aus der Kasse des Freistaates finanzieren würden, dem Ausbau des Partnerstandortes Schweinfurt zukommen zu lassen, wo eine positive Stimmung gegenüber Neubauplänen herrscht. Würzburg droht damit zunächst eine Abwanderung der zwei Fakultäten, deren Umsiedlung in den Neubau am Sanderheinrichsleitenweg geplant ist, Gestaltung und Informatik. Auf lange Sicht könnte dies eine Verlegung der gesamten Fachhochschule in die benachbarte Stadt nach sich ziehen.

Mit einer Forderung der Aufgabe des Baus am Sanderheinrichsleitenweg stellt die Bürgerinitiative leichtfertig den Antrag uns Gestalter und Informatiker aus Würzburg zu vertreiben. Wir hoffen, dass die Bürger Würzburgs erkennen, dass eine Entscheidung gegen den Neubau eine Entscheidung gegen eine qualitativ hochwertige Hochschulausbildung in Würzburg ist. Wir glauben fest daran, dass eine Entscheidung gegen die Bildung in dieser Stadt nicht im Sinne der Würzburger sein kann. Wir hoffen auf die Stimme aller Würzburg für den Bürgerentscheid 2.

Denn eigentlich wollen wir nur ein Zuhause. In Würzburg.

Liebe Grüße,

die Studenten der Fakultät Gestaltung sind zu erreichen unter gremiumacht@gmail.com

weitere infos unter www.neubau.bierquartier.de