Mo. 19. Mai: S.H. der Dalai Lama in Berlin

14 05 2008

S.H. der Dalai Lama ist am Montag, den 19. Mai in Berlin


klick image

Die Tibet Initiative Deutschland e.V. veranstaltet am Montag, den 19. Mai von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr eine Solidaritätskundgebung für Tibet vor dem Brandenburger Tor in Berlin.

Überraschend hat S.H. der Dalai Lama seine Anwesenheit bei dieser Veranstaltung angekündigt. Somit besteht für jeden die Möglichkeit, S.H. doch noch auf seiner diesjährigen Deutschlandreise zu sehen.

Quelle: Tibet Initiative Deutschland e.V.

Dr. Motte sagt: „Ich bin dabei!





Situation in Tibet verschlechtert sich – Angst, es könne noch schlimmer kommen

21 04 2008

Presseerklärung des Kalon Tripa* Prof. Samdhong Rinpoche zur Situation in
Tibet

Freitag, 18. April 2008 (Original siehe: www.tibet.net)

Situation in Tibet verschlechtert sich – Angst, es könne noch schlimmer kommen
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Seit dem 10. März 2008 hat es weit verbreitete Proteste in allen Gebieten von U-Tsang, Kham und Amdo gegeben, sowie in verschiedenen Städten in
China, in denen Tibeter leben. Diese Proteste sind ein Ausbruch der seit fünf Jahrzehnten in den Herzen des tibetischen Volkes entstandenen
Unzufriedenheit und der tief verwurzelten Verbitterung angesichts der exzessiven Unterdrückung und der falschen Reaktion auf die friedlichen
Proteste einer kleinen Zahl von Mönchen und Bürgern an verschiedenen Orten in und außerhalb der „TAR“ am 10. März 2008. [Tibetan Autonomous Region = Autonome Region Tibet, A.d.Ü.]

Der 10. März ist ein historischer Tag für das tibetische Volk. Jedes Jahr gibt es irgendeine friedliche Demonstration, die aber nicht über diesen Tag
hinausgeht. In diesem Jahr jedoch gingen die Proteste aufgrund der unnötig repressiven Maßnahmen und des Einsatzes von Gewalt in den folgenden Tagen weiter.

Wenn die chinesische Regierung durch Einsatz von Gewalt Frieden und Ordnung in Tibet hätte aufrechterhalten wollen, so hätte sie das innerhalb eines
Tages erreichen können. Aber selbst nach fünf Wochen ist noch keine Normalität eingekehrt, und Tag für Tag kommt es zu weiteren Protesten und
Unterdrückungsmaßnahmen. Das weckt Argwohn bezüglich der Absichten der chinesischen Regierung. Unter den vielen fragwürdigen Begebenheiten fallen folgende auf:

• Am 14. März wurden in Lhasa mehrere Stunden lang ungewöhnliche Unruhen geduldet, ohne dass die Behörden irgendwelche Präventivmaßnahmen ergriffen.

• Die Mehrzahl der Demonstranten, die an diesem Tag an gewalttätigen Aktionen beteiligt waren, war der ortansässigen Bevölkerung unbekannt.
Insbesondere kam es vor, dass Leute gesehen haben, wie chinesische Polizisten in tibetischer Kleidung und in Mönchsroben bei den Protesten die
führende Rolle einnahmen.

• Die chinesische Regierung behauptet, in einigen tibetischen Klöstern Gewehre und Munition gefunden zu haben. Diese Behauptung gründet darauf, dass sie einige unbrauchbare selbstgefertigte Gewehre und Schwerter entdeckt haben, die den Räumen der Schutzgottheiten (Gonkhang) der Klöster
als Opfergaben dargebracht worden waren. In einigen anderen Fällen hat das Militär selbst Waffen und Munition in die Klöster geschafft. Später haben
sie dann behauptet, diese in den Klöstern gefunden zu haben, und die Tibeter beschuldigt, auf dem Klostergelände Waffen und Munition zu horten.

• Die chinesische Regierung behauptet auch, dass tibetische Unabhängigkeitskräfte planen, Selbstmordangriffe zu begehen.

• Sie beschuldigen einige Mönche, eine Bombe zur Explosion gebracht zu haben, die ein Gebäude in Chamdo in Osttibet beschädigte. Die Regierung
ist immer noch gefordert, dafür irgendeinen überzeugenden Beweis zu erbringen.

• Patriotische Umerziehungsmaßnahmen sind wieder eingeführt worden, und Klöster und Privathaushalte wurden angewiesen, auf ihren Gebäuden die chinesische Nationalflagge zu hissen.

• Überall werden in aller Härte Anti-Dalai-Lama-Kampagnen durchgeführt. Das verletzt die Gefühle des tibetischen Volkes am meisten.

• Die Volksrepublik China (VRCh) bemüht sich systematisch und zielstrebig, zwischen dem tibetischen und dem chinesischen Volk eine Kluft
zu schaffen. Das geschieht durch eine großangelegte Propaganda, die im chinesischen Volk den Nationalismus und den Hass auf die „Dalai Clique“
schürt.

Diese Aktionen sind nicht hilfreich, wenn es darum geht, inneren Frieden und soziale Ordnung in Tibet wiederherzustellen. Im Gegenteil, sie werden
von den Tibetern als sehr provozierend empfunden, weil sie ihre Gefühle auf das Gröbste verletzen. All diese Handlungen scheinen darauf abzuzielen, die Duldsamkeit des tibetischen Volkes zu untergraben und die Tibeter zu gewalttätigen Gegenaktionen zu provozieren. Sie weisen auch darauf hin,
dass verschiedene Behörden der VRCh planen, weitere Bombenanschläge und andere destruktive Akte zu begehen und die unschuldigen Tibeter dann für diese Aktionen verantwortlich zu machen.

Wir sind in tiefer Sorge über die anhaltenden Unterdrückungsmaßnahmen wie brutales Schlagen, Folter, Tötungen, Entzug von lebenswichtiger Nahrung und Trinkwasser, was zum Hungertod der betroffenen Tibeter führt. Wir sind auch sehr besorgt, dass solche Unterdrückungsakte möglicherweise noch viele weitere Monate anhalten werden.

Tibet ist praktisch abgeriegelt, und in absehbarer Zeit wird die chinesische Regierung mit der Hinrichtung unschuldiger Tibeter alle Beweismittel zerstört haben. Die internationale Gemeinschaft muss unverzüglich einschreiten und die Regierung der VRCh überzeugen, diese grauenhaften Akte einzustellen.

Die leidige Situation in Tibet, die mit der ultralinken Politik begann, die die Regierung der VRCh 1957/58 einführte und die dann zum Volksaufstand vom
10. März 1959 führte, dauert bis heute an. Seit damals haben die Tibeter unendlich gelitten. Mehr als eine Million Tibeter ist umgekommen, und die Situation ist nach wie vor problematisch. Diese Politik wurde als falsch erkannt und im Kernland China revidiert. Aber für die tibetische Nationalität hat es keine Änderung der politischen Linie gegeben. Und solange sich die grundlegende politische Linie der VRCh der tibetischen Nationalität gegenüber nicht ändert, kann, selbst jetzt, kein noch so großer Einsatz von Gewalt das tibetische Volk unter Kontrolle halten.

Die Führung der VRCh verlangt einerseits, dass Seine Heiligkeit der Dalai Lama seinen Einfluss geltend machen soll, um in Tibet wieder Normalität herzustellen. Andererseits aber haben sie keinerlei Raum geschaffen oder Möglichkeiten eröffnet, damit Seine Heiligkeit der Dalai Lama seinen Einfluss in Tibet ausüben kann. Im Gegenteil, die chinesische Führung hat ihre Anti-Dalai-Lama-Kampagne in ganz Tibet verstärkt.

Die Führung der VRCh weigert sich, die Ursache für die Unruhen in Tibet herauszufinden und sich zu bemühen, diese Ursache zu beseitigen. Stattdessen verschlimmert sie das Problem auf verschiedene Weise. Dies zeigt ganz klar, dass sie keinen Frieden und Stabilität in Tibet will.

Wir appellieren deshalb eindringlich an die internationale Gemeinschaft, effektive und unverzügliche Maßnahmen zu ergreifen, um die VRCh von solch brutalen Akten gegen das tibetische Volk abzuhalten und ihre Politik des systematischen kulturellen Genozids in Tibet zu beenden.

Prof. Samdhong Rinpoche
Kalon Tripa
18. April 2008

*Premierminister der Regierung-Tibets-im-Exil, A.d.Ü.

Nichtauthentische Übersetzung: MoKa
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* Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
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Botschaft Seiner Heiligkeit des Dalai Lama an alle Tibeter

9 04 2008

Auf der Website Chinadigitaltimes.net werden die Einträge aus dem Blog der in Peking lebenden tibetischen Schriftstellerin Tsering Woeser auf Englisch wiedergegeben. Es handelt sich um Updates der jüngsten Ereignisse in Tibet und den tibetischen Gebieten Chinas. Sie stammen aus Quellen innerhalb Chinas, können jedoch nicht verifiziert werden.

http://chinadigitaltimes.net/2008/04/tibet-update-2/

Hier ein besorgniserregender Eintrag:

„Es wurde bekannt, daß der Parteisekretär der Autonomen Region Tibet (TAR) am 2. April bei einer Sitzung, zu der Parteikader im Rang von mindestens Bezirksrichtern und Abteilungsleitern im Justizbereich in der TAR geladen waren, strenge Worte an diese richtete. Er sagte, sie sollten ihre Anstrengungen verstärken, um die „Separatisten“ zu verhaften. Deren Haftbefehle müßten zügig bestätigt werden, diese Leute sollten umgehend festgenommen werden, dann sollten sie strafrechtlich verfolgt und möglichst schnell getötet werden. Er wurde noch heftiger und erklärte, eine Gruppe von Leuten würde gewiß hingerichtet werden“.
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Department of Information & International Relations – Central Tibetan Administration
Dharamsala – 176215, India
Kontakt: Mr Thubten Samphel, Mr Sonam N Dagpo
Tel.: + 91 1892-222510, 224957, 224662, E-mail: diir@gov.tibet.net, www.tibet.net/en/diir/
6. April 2008

Botschaft Seiner Heiligkeit des Dalai Lama an alle Tibeter
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Ich entbiete allen Tibetern in Tibet meine herzlichsten Grüße und möchte hier einige meiner Überlegungen mit ihnen teilen:

1. Seit dem 10. März dieses Jahres sind wir Zeuge von Protesten und Demonstrationen in fast allen Teilen Tibets geworden, sogar in einigen Städten in China protestierten Studenten – all das ist der Ausbruch der seit langem angestauten äußeren und inneren Qualen der Tibeter und ihres Gefühls tiefer Verbitterung aufgrund der Unterdrückung der Rechte des tibetischen Volks, dem Mangel an religiöser Freiheit und des Versuchs, die Wahrheit bei jeder nur möglichen Gelegenheit zu entstellen: Dazu gehört z.B. die Aussage, die Tibeter blickten nun auf die Kommunistische Partei Chinas wie auf einen „Lebenden Buddha“. Dies ist eine ultralinke Behauptung, die von Han-Chauvinismus zeugt. Ich bin tief betrübt und besorgt über den Einsatz von Waffen und Gewalt bei der Unterdrückung der friedlich vorgebrachten Sehnsüchte des tibetischen Volkes, die Unruhen in ganz Tibet zur Folge hatten mit zahlreichen Toten, vielen weiteren Opfern, Festnahmen und Verletzungen. Eine solche Unterdrückung und solches Leid sind so verhängnisvoll und tragisch, dass jeder mitfühlende Mensch zu Tränen gerührt wird. Angesichts dieser tragischen Ereignisse fühle ich mich gänzlich hilflos.

2. Ich bete für alle Tibeter und auch für alle Chinesen, die in der jetzigen Krisenzeit ihr Leben verloren haben.

3. Die jüngsten Proteste in ganz Tibet widerlegen nicht nur die Propaganda der Volksrepublik China, dass, abgesehen von einigen wenigen „Reaktionären“ die Mehrheit der Tibeter zufrieden sei und ein Leben in Wohlstand führe, sondern führt sie ad absurdum. Diese Proteste haben ganz klar gezeigt, dass die Tibeter in den drei Provinzen Tibets, in U-tsang, in Kham und in Amdo, dieselben Hoffnungen und Sehnsüchte hegen. Diese Proteste sind eine Botschaft an die Welt, dass das Tibet-Problem nicht länger vernachlässigt werden darf. Diese Proteste zeigen, wie dringend notwendig es ist, das Problem auf dem Wege der „Wahrheitsfindung durch Fakten“ zu lösen. Der Mut und die Entschlossenheit jener Tibeter, die um der höheren Interessen des tibetischen Volkes willen ihrem bitteren Schmerz und ihrer Hoffnung Ausdruck verliehen und dabei alles aufs Spiel setzten, verdienen große Bewunderung, was die Weltgemeinschaft auch anerkannte und die Beweggründe dieser Tibeter unterstützte.

4. Ich schätze ganz besonders das Verhalten von vielen tibetischen Regierungsangestellten und von führenden Mitgliedern der Kommunistischen Partei, die, ohne ihre tibetische Identität aufzugeben, mit Entschlossenheit und Vernunft in der gegenwärtigen Krise das Richtige getan haben. Für die Zukunft bitte ich daher alle tibetischen Parteikader und Regierungsangestellten, nicht immer nur auf ihren persönlichen Vorteil zu achten, sondern sich für die Wahrung der eigentlichen Interessen Tibets einzusetzen, indem sie ihren Vorgesetzten in der Partei die tatsächlichen Gefühle des tibetischen Volkes vermitteln und versuchen sollten, dem tibetischen Volk eine unvoreingenommene Führung zu geben.

5. Präsidenten, Ministerpräsidenten, Außenminister, Nobelpreisträger, Parlamentarier und besorgte Bürger aus allen Teilen der Welt wandten sich mit klaren und deutlichen Worten an die chinesische Führung, von ihrem gegenwärtigen harten Vorgehen gegen das tibetische Volk Abstand zu nehmen. Sie alle legten der chinesischen Regierung nahe, einen Weg einzuschlagen, auf dem eine für beide Seiten nutzbringende Lösung gefunden werden könnte. Wir sollten uns nun eine Möglichkeit dafür schaffen, dass ihre Bemühungen positive Ergebnisse hervorbringen können. Ich bin mir dessen bewusst, daß Ihr Euch in jeder Hinsicht herausgefordert fühlt, aber es ist wichtig, dass wir uns an unserer gewaltfreien Praxis festhalten.

6. Die chinesische Regierung hat die falschen Anschuldigungen gegen mich und die Tibetische Zentralverwaltung erhoben, wir hätten die jüngsten Ereignisse in Tibet angestiftet und gelenkt. Derartige Vorwürfe entbehren jeglichen Wahrheitsgehaltes. Ich habe wiederholt vorgeschlagen, dass ein unabhängiges und renommiertes internationales Gremium eine vollständige Untersuchung der Angelegenheit vornehmen soll. Ich bin überzeugt, dass ein solches unabhängiges Gremium die Wahrheit aufdecken wird. Wenn die Volksrepublik China auch nur die geringste Grundlage für ihre Anschuldigungen hat und Beweise dafür beibringen kann, dann möge sie diese vor der Welt offenlegen. Es reicht nicht, bloße Behauptungen aufzustellen.

7. Was die Zukunft Tibets betrifft, so habe ich beschlossen, eine Lösung innerhalb des Rahmens der Volksrepublik China zu finden. Seit 1974 habe ich mich unermüdlich für den beiderseits vorteilhaften Mittleren Weg eingesetzt. Das weiß die ganze Welt. Der Vorschlag des Mittleren Weges bedeutet, dass alle Tibeter einer gleichen Verwaltung unterstehen, die eine substantielle nationale regionale Autonomie genießt mit allem, was damit zusammenhängt, also mit Selbstverwaltung und voller Entscheidungsbefugnis, ausgenommen in Angelegenheiten der Außenpolitik und der nationalen Verteidigung. Ich habe aber von Anfang an gesagt, dass die Tibeter in Tibet das Recht haben, die endgültige Entscheidung über die Zukunft Tibets zu treffen.

8. Die Austragung der Olympischen Spiele in diesem Jahr ist etwas, worauf das 1,2 Milliarden zählende chinesische Volk sehr stolz ist. Von Anfang an habe ich mich für die Austragung der Spiele in Peking eingesetzt. Meine Position in dieser Hinsicht bleibt unverändert. Ich meine, dass die Tibeter die Spiele nicht behindern sollten. Einerseits ist es das legitime Recht eines jeden Tibeters, für seine Freiheit und seine Rechte zu kämpfen. Andererseits wäre es zwecklos und würde niemandem nützen, wenn wir etwas täten, was die Chinesen mit Hass erfüllte. Im Gegenteil, wir müssen Vertrauen und Achtung in unseren Herzen hegen, um eine harmonische Gesellschaft zu schaffen – denn diese kann nicht erbaut werden auf der Basis von Gewalt und Einschüchterung

9. Unser Kampf gilt nur einigen wenigen in der Führungsspitze der Volksrepublik China, aber nicht dem chinesischen Volk. Daher sollten wir versuchen, niemals Missverständnisse entstehen zu lassen oder etwas zu tun, was das chinesische Volk verletzen könnte. Selbst in dieser schwierigen Lage haben uns viele chinesische Intellektuelle, Schriftsteller und Rechtsanwälte in China selbst und in anderen Teilen der Welt ihrer Sympathie versichert und ihre Solidarität mit uns bekundet, indem sie Erklärungen abgaben, Artikel verfassten und uns ihre Unterstützung zusicherten, was einfach überwältigend ist. Ich habe kürzlich, am 28. März, einen Appell an das chinesische Volk auf der ganzen Welt gerichtet, von dem ich hoffe, daß Ihr ihn hören und lesen werdet.

10. Wenn die gegenwärtige Lage in Tibet anhält, dann mache ich mir sehr große Sorgen, dass die chinesische Regierung mit noch mehr Gewalt vorgehen und die Unterdrückung des tibetischen Volkes verstärken wird. Angesichts meiner moralischen Verpflichtung und meiner Verantwortung gegenüber dem tibetischen Volk habe ich die zuständigen Führer der VR China aufgefordert, ihre Unterdrückungspolitik in allen Teilen Tibets unverzüglich einzustellen und ihre bewaffneten Polizeieinheiten und Truppen abzuziehen. Wenn dies Gehör fände, würde ich die Tibeter bitten, von allen weiteren Protesten Abstand zu nehmen.

11. Ich möchte meine tibetischen Landsleute, die außerhalb Tibets in Freiheit leben, bitten, außerordentliche Umsicht walten zulassen, wenn sie ihre Empfindungen über die Entwicklung in Tibet zum Ausdruck bringen. Wir sollten uns auf keine Aktivitäten einlassen, die auch nur entfernt als gewalttätig interpretiert werden könnten. Selbst in einer so provokanten Situation wie dieser dürfen wir nicht zulassen, dass unsere kostbarsten und sorgsam gehüteten Werte kompromittiert werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass unser gewaltfreier Weg zum Erfolg führen wird. Wir sollten uns bemühen zu verstehen, woher die beispiellose Sympathie und Unterstützung für unsere Sache rührt.

12. Da Tibet derzeit praktisch abgeriegelt ist und internationalen Medien kein Zugang gewährt wird, hege ich Zweifel, ob meine Botschaft die Tibeter in Tibet erreichen wird. Ab er ich hoffe, dass sie durch die Medien und durch Mundpropaganda die Mehrheit von Euch erreichen wird.

13. Zum Schluß möchte ich noch ein weiteres Mal alle Tibeter dazu aufrufen, Gewaltlosigkeit zu üben und auf keinen Fall von diesem Weg abzuweichen, wie ernst die Lage auch sein möge.

Der Dalai Lama
Dharamsala, 6. April 2008

Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching, MoKa
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* Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
* Arbeitsgruppe München
* Adelheid Dönges, Packenreiterstr. 18, 81247 München
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Mindestens acht Tibeter im Kloster Tongkor in der TAP Kardze erschossen

7 04 2008


das ist mein neues profilfoto bei myspace

das kam eben per email rein…

Am 3. April schossen die paramilitärischen Truppen in der Nähe des Klosters
Tongkor in der TAP Kardze, Sichuan, auf demonstrierende Mönche und Laien,
laute Radio Free Asia wurden dabei 15 Tibeter erschossen, unzählige
verletzt, das TCHRD spricht von mindestens acht Toten, infolge der totalen
Nachrichtensperre ist es unmöglich, genaue Zahlen in Erfahrung zu bringen.
Die Übersetzung des Berichts von RFA, der weitere Einzelheiten nennt, steht
unter www.igfm-muenchen.de.
Das Bild des erschossenen Mädchens Tse Yangkyi wurde von Phayul übernommen.

Wir möchten auf die neue Website des Tibetan Solidarity Committee hinwiesen,
das sich aus Mitgliedern der tibetischen Exilregierung und von Nicht-
regiersungsorganisationen zusammensetzt:
www.stoptibetcrisis.net
Dort sind die Namen der Erschossenen aufgeführt.

Avaaz hat eine neue online-Petition, wo man seinem Staatsoberhaupt eine
Botschaft senden kann: www.avaaz.org

Briefverschlag an die UN-Menschenrechtskommissarin:
www.igfm-muenchen.de
******************************************************************
Tibetan Centre for Human Rights and Democracy (TCHRD)
Top Floor, Narthang Building, Gangchen Kyishong, Dharamsala 176215, H.P.,
e-mail: dsala@tchrd.org, www.tchrd.org
Pressemitteilung, 5. April 2008

Mindestens acht Tibeter im Kloster Tongkor in Kardze erschossen
============================================
Einer bestätigten dem TCHRD zugegangenen Information zufolge kamen
mindestens acht Personen ums Leben, als am 3. April 2008 Milizen der
bewaffneten Volkspolizei (PAP) und Polizisten des Büros für Öffentliche
Sicherheit (PSB) mit scharfer Munition auf demonstrierende Mönche und andere
Tibeter schossen. Zu dem Protest kam es, als die Mönche des Klosters Tongkor
(chin. Donggu) in der Gemeinde Zithang, Bezirk Kardze, Tibetisch-Autonome
Präfektur Kardze, Provinz Sichuan, die Freilassung von zwei Mönchen
forderten, die wegen ihres Widerstandes gegen die Maßnahmen zur
„patriotischen Umerziehung“ am Vortag festgenommen worden waren. Es wird
berichtet, daß im dem Feuer der Polizei Dutzende von Tibetern verletzt
wurden. Es kam auch zu zahlreichen Festnahmen.
Das offizielle Sprachrohr der Regierung, Xinhua, erwähnte zwar den Vorfall,
bezeichnete ihn aber als „Krawall“ und sprach nur von der Verletzung eines
Regierungsbeamten, nicht aber über die vielen Toten, Festnahmen und
Verletzungen bei den tibetischen Demonstranten.

Einer zuverlässigen Quelle zufolge brach der Protest in dem Kloster Tongkor
in der Gemeinde Zithang, Bezirk Kardze, am 2. April aus, als ein sogenanntes
Arbeitsteam der Regierung anrückte, um die „patriotische Erziehung“
durchzuführen. Dabei handelt es sich um Sitzungen zur politischen
Indoktrination, bei denen die Mönche aufgefordert werden, den Dalai Lama zu
verleumden und sich von den derzeitig an vielen Orten stattfindenden
Protesten zu distanzieren. Der Oberlama des Klosters Tongkor, Lobsang
Jamyang, verweigerte dem Arbeitsteam seine Kooperation. Der Mönch Yeshi
Nyima wandte sich offen gegen die Kampagne, andere Mönche taten es ihm
gleich, sie weigerten sich dem Arbeitsteam Folge zu leisten und sagten: „Wir
können den Dalai Lama einfach nicht kritisieren, und sollte es uns das Leben
kosten“. Am folgenden Tag kehrten die Kader des Arbeitsteams ins Kloster
zurück und brachten Hunderte von PAP und PSB-Kräften mit, welche die Zimmer
der Mönche auf der Jagd nach Dalai Lama Bildern durchwühlten; sie
konfiszierten auch Bilder des früheren Oberlamas des Klosters, Tongkor
Shabdrung, Mobiltelefone und andere Gegenstände. Augenzeugen zufolge nahm
das Personal von PAP und PSB einen etwa 70jährigen Mönch namens Geshe
Tsultrim Tenzin und einen 26jährigen Laien Tsultrim Phuntsok fest.

Daraufhin machte sich die über 300 Köpfe zählende Mönchsgemeinschaft in
Richtung der Bezirksverwaltung auf den Weg, um die Freilassung der beiden zu
fordern. Hunderte von Tibetern schlossen sich ihnen unterwegs an.
Schließlich zerstreuten sie sich auf die Zusage der Beamten hin, daß die
beiden um 8 Uhr abends freigelassen würden, aber als sie merkten, daß das
Versprechen nicht eingehalten wurde, kehrten sie zurück. Da wurden sie von
einem großen Aufgebot an PAP- und PSB-Polizisten aufgehalten; es kam zu
einem Handgemenge zwischen den Polizeikräften und den Protestierenden,
woraufhin letztere in die Menge schossen und mindestens acht Personen
töteten und Dutzende anderer verletzten.

Einige der Erschossenen wurden von den Quellen identifiziert als: Zangden,
ein 27jähriger Mönch aus dem Dorf Tsangyoe, Phurbu Delek, 30, Tseyang Kyi,
23, eine junge Frau, Druklo Tso, 34, eine Frau aus dem Dorf Gugra, Tenlo,
32, eine Frau aus dem Dorf Gugra; die Identität der übrigen konnte nicht
festgestellt werden. Drei Mönche aus dem Kloster Tongkar, Nyima, Kalpo
(alias Kabhuk) und Thupten Gelek, ursprünglich aus dem Dorf Sheru, befinden
sich infolge der Schußverletzungen in kritischem Zustand. Andere Berichte
sprachen vom Tod von mindestens 8 Tibetern, außerdem wird der Zuchtmeister
des Klosters, Tsewang Rinzin, vermißt.

In den letzten Wochen haben die chinesischen Behörden ihre
Verleumdungskampagne gegen den Dalai Lama mit bösartigen Redensarten
beständig verschärft, um die Tibeter zur Aufgabe der Loyalität ihm gegenüber
zu bringen. Die Wiederaufnahme der „patriotischen Erziehung“ in den
monastischen Institutionen soll genau diesem Zweck dienen.

Ebenso geschah es im August 2007: Nachdem der 52jährige Nomade Ronggye Adrak
bei dem jährlichen Pferderennen-Fest in Lithang als Einzelner friedlich
protestiert hatte, wurde die „patriotische Erziehung“, mit der die Tibeter
dem Dalai Lama entfremdet werden sollen, in dem gesamten Bezirk von Lithang
intensiviert. Es kam zu etlichen Fällen willkürlicher Festnahmen von
Tibetern, die sich der Kampagne mutig widersetzten.

Das TCHRD verurteilt auf das Schärfste die brutale Gewaltanwendung der
chinesischen Sicherheitskräfte gegen friedliche tibetische Demonstranten. Es
ruft die Regierung der VR China auf, alle Tibeter freizulassen, die
verhaftet wurden, nur weil sie ihre grundlegenden Menschenrechte wahrnahmen,
die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der chinesischen
Verfassung und vielen anderen internationalen Verträgen niedergelegt sind,
denen China beitrat. Das Zentrum ruft die VR China weiterhin auf, die
Kampagne zur „patriotischen Erziehung“ in allen religiösen Einrichtungen
Tibets sofort einzustellen. Die Regierung sollte sicherstellen, daß die
Festgenommenen keiner Mißhandlung und Folter unterzogen werden, wie sie in
den von China betriebenen Haftzentren und Gefängnissen in ganz Tibet gang
und gäbe ist.

Übersetzung: Adelheid Dönges, Revision: Angelika Mensching
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Die Beweise häufen sich, daß das chinesische Regime die Gewalt in Lhasa geschürt hat (Epoch Times) – Appell des Dalai Lama übersetzt

3 04 2008

das kam gerade per email rein

Der Appell Seiner Heiligkeit des Dalai Lama an das chinesische Volk vom 28. März, siehe http://www.tibet.net/en/prelease/2008/280308.html steht nun in einer inoffiziellen Übersetzung auf unserer Website unter
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/diir/2008/SHAppell_an_chin.Volk.html

Briefverschlag an die UN-Menschenrechtskommissarin:
http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Aktion/BriefvorschlagMRRat.html

Students for a Free Tibet haben eine brillante Flash-Animation erstellt, um das wahre Gesicht der chinenischen Regierung hinter der glitzernden Olympia-Propaganda bloßzustellen:
http://www.clearspring.com/widgets/47f07c44c5c7bc28

Bei Tibetnetwork, London, gibt es nun einen Zusammenstellung aller
verfügbaren Bilder über die jüngsten Ereignisse in Tibet:
http://www.tibetnetwork.org/files/protests2008/Photos.pdf

Zitat aus „Hindustan Times, March 29, 2008“: „Dalai Lama suggests China should be behind Tibet unrest“
(Quelle: World Tibet Network News, 29.3.2008)

Bei einer Pressekonferenz am Samstag äußerte der Dalai Lama die Vermutung, daß China selbst hinter den Ausschreitungen in Tibet stecken könne und erneuerte gleichzeitig seine Bereitschaft, mit der chinesischen Regierung zusammenzuarbeiten. Er sagte: „Tibeter sind ein friedliches Volk… Wir hörten von ein paar Hundert chinesischen Soldaten, denen man Mönchsroben gab. So verkleideten sie sich als Mönche. Für gewöhnliche Leute schauen sie daher wie Mönche aus. Aber die Schwerter, die sie trugen, das waren keine tibetischen, das waren chinesische Schwerter“.

Epoch Times 28. März 2008
http://en.epochtimes.com/news/8-3-29/67906.html





tibet ubdate

28 03 2008

check this video about monks in tibet…

heute findet an der chinesischen botschaft wieder eine demo statt.

ich werde am 31.3. in würzburg um 15 uhr an einer pro tibet kundgebung teilnehmen.

jeder zeit können demos auch spontan abgehalten werden. wenn ihr eine demo machen wollt, versammelt euch und ruft kurz bei polizei an und sagt denen, daß ihr eine spontan kundgebung abhaltet. alles weitere wird euch dann die poliezi sagen…

ich wünsch euch viel erfolg und ein schönes wochenende.

ich bin am samstag in essen zum audiopark in der zeche karl…

free tibet!

dr. motte sagt. “ mao zedong sagte einmal zum dalai lama, religion ist opium fürs volk, der buddha hat religion ebenfalls als dogma abgelehnt.“

außerdem

Der UN-Menschenrechtsrat sollte eine Erkundungsmission nach Tibet entsenden.
Appellbrief an den Menschrechtsrat aktualisiert:

http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Aktion/BriefvorschlagMRRat.html

Eine Petition des Vereins der Tibeter in Deutschland steht zum Download:

http://www.igfm-muenchen.de/tibet/Aktion/Petition_VdT.pdf

Bitte unterstützen Sie den Aufruf der Gesellschaft für bedrohte Völker:
Olympia-Eröffnungsfeier boykottieren!
http://www.gfbv.org/chinakampagne/inhaltsDok.php?id=1285&stayInsideTree=1
*****************************************************************************
Students for a Free Tibet, International Headquarters
602 East 14th Street, 2nd Floor, New York, NY 10009, PH/FX 212.358.0071 /
1771
www.studentsforafreetibet.org
Kontakt: Lhadon Tethong +91 980 523 7015 und Tenzin Dorjee +33 625 758 326

Pressemitteilung, 27. März 2008
Video über das Ereignis: http://www.youtube.com/watch?v=Mhv0ubToreE

Dutzende Tibeter unterbrechen eine von der chinesischen Regierung
organisierte Besichtigungstour westlicher Medienvertreter in Tibet

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